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Was kostet eine Odoo-Einführung wirklich?

Lizenzen sind nur ein Teil der Rechnung. Wir zeigen, aus welchen Bausteinen sich die Kosten zusammensetzen, was den Preis treibt und wo Sie sinnvoll sparen können.

„Was kostet Odoo?“ ist meist die erste Frage – und die ehrliche Antwort lautet: Das hängt weniger von Odoo ab als von Ihrem Unternehmen. Die Software selbst ist vergleichsweise günstig. Den größeren Teil machen Einrichtung, Datenübernahme und die Zeit Ihres Teams aus. Damit Sie Angebote einordnen können, zerlegen wir die Kosten in ihre Bausteine.

1. Lizenzen

Für die Enterprise-Edition zahlen Sie eine Lizenz pro Benutzer und Monat bzw. Jahr. Odoo unterscheidet dabei mehrere Tarife: Für die meisten Apps reicht der günstigere Standard-Tarif. Den höheren Tarif brauchen Sie unter anderem, wenn Sie Odoo auf Odoo.sh oder einem eigenen Server betreiben, eigene Module einsetzen oder Odoo Studio nutzen möchten.

Die Community-Edition ist lizenzfrei. Sie bringt aber weniger Apps mit, und Hosting, Updates und Support organisieren Sie selbst. Ob das für Sie günstiger ist, klären wir im Artikel Odoo Community oder Enterprise.

Aktuelle Preise

Odoo passt seine Preise regelmäßig an. Die gültigen Tarife finden Sie direkt bei Odoo unter odoo.com/pricing. Wichtig für die Kalkulation: Gezählt werden Benutzer, die sich anmelden – nicht Kunden, Lieferanten oder Kontakte.

2. Hosting

Odoo läuft entweder in Odoos eigener Cloud (Odoo Online), auf der Plattform Odoo.sh oder auf einem Server Ihrer Wahl. Odoo Online ist am einfachsten, erlaubt aber keine eigenen Module. Odoo.sh bietet Test- und Entwicklungsumgebungen und eignet sich, sobald Sie individuelle Anpassungen brauchen. Ein eigener Server gibt Ihnen die volle Kontrolle – Sie oder Ihr Dienstleister kümmern sich dann aber auch um Sicherheit, Backups und Updates.

3. Einführung

Das ist in der Regel der größte Posten. Dazu gehören:

  • Analyse und Konzept: Welche Abläufe sollen in Odoo laufen, welche Apps braucht es dafür?
  • Konfiguration: Stammdaten, Abläufe, Berechtigungen, Belegvorlagen und Nummernkreise.
  • Datenübernahme: Kunden, Artikel, offene Posten oder Projekte aus dem bisherigen System bereinigen und importieren.
  • Tests und Schulung: Echte Geschäftsfälle durchspielen und das Team einarbeiten.

Der Aufwand hängt vor allem davon ab, wie viele Bereiche Sie umstellen, wie sauber Ihre bisherigen Daten sind und wie klar Ihre Abläufe heute schon beschrieben sind.

4. Anpassungen und Schnittstellen

Odoo deckt im Standard sehr viel ab. Kosten entstehen, wenn ein Ablauf davon abweicht und eine Anpassung oder Schnittstelle nötig wird – etwa zu einem Onlineshop, einer Branchensoftware oder der Steuerberatung. Hier lohnt sich die Frage: Muss die Software sich an den Prozess anpassen, oder kann der Prozess näher an den Standard rücken? Jede Anpassung muss bei späteren Updates mitgepflegt werden.

5. Laufender Betrieb

Nach dem Start fallen Lizenzen, Hosting und meist ein überschaubarer Betreuungsaufwand an: Fragen aus dem Team, kleinere Verbesserungen und alle ein bis zwei Jahre ein Versionswechsel. Planen Sie dafür von Anfang an ein festes Budget ein.

Was die Kosten in die Höhe treibt

  • Alles auf einmal einführen statt in Etappen
  • Alte Abläufe 1:1 nachbauen, statt den Standard zu nutzen
  • Unbereinigte Daten, die erst während der Übernahme auffallen
  • Keine feste Ansprechperson im eigenen Team

So halten Sie die Kosten im Griff

Starten Sie mit den Bereichen, die den größten Nutzen bringen, und erweitern Sie danach Schritt für Schritt. Übernehmen Sie Aufgaben selbst, wo Ihr Team das gut kann – zum Beispiel das Aufbereiten von Daten oder das Testen. Und holen Sie sich gezielt Hilfe dort, wo Fehler teuer werden, etwa bei Buchhaltung, Datenübernahme und Schnittstellen.

Wenn Sie wissen möchten, wie das für Ihr Unternehmen aussieht: Erzählen Sie uns, was Sie vorhaben. Wir sagen Ihnen offen, womit Sie rechnen sollten.